Am Mittwoch waren Tom Cruise und Cameron Diaz zu Besuch in München, um die Premiere ihres neuen Kinofilms “Knight And Day” zu feiern.
Gleich nach der Arbeit bin ich dann zum Karlsplatz gefahren, um mir einen guten Platz zu sichern. Leider war da schon die Hölle los, sodass die gesamte Fankurve bereits belegt war. Direkt am Anfang jedoch, wo der rote Teppich gerade begann und die Stars aus ihren Autos stiegen, waren noch Plätze frei. Somit konnte ich alle A- und Z-Promis genau sehen und fotografieren und war zunächst höchstzufrieden mit meinem Platz. Das sollte nicht so bleiben. Mit der Zeit wurde es nicht nur immer voller, sondern auch immer heißer und ich stand am Gitter gequetscht unter der strahlenden Sonne und den extrem warmen Scheinwerfern. Netterweise bekamen wir einige Flaschen Wasser.
Um ca. 18.30 Uhr kam dann auch endlich Tom Cruise und alle fingen an zu kreischen. Ich kam mir etwas vor wie im Kindergarten weil erwachsene Frauen ihr Alter anscheinend völlig vergaßen. Ich war hierfür viel zu beschäftigt, denn ich wollte gute Nahaufnahmen der Stars machen. Tom Cruise kam tatsächlich gleich am Anfang auf unsere Seite und ich freute mich schon auf mein Autogramm und ein Bild mit ihm. Leider wechselte er ziemlich schnell wieder die Seite, bevor er sich der tatsächlichen Fankurve widmete und sich dort auch für die nächsten zwei Stunden aufhielt. Es schien so, als würde er jedem Fan ein Autogramm geben wollen, nur mir nicht. ![]()
Cameron Diaz kam in dem ganzen Wirbel an mir vorbei gerannt, kaum von jemandem gesehen, da alle so auf Tom Cruise fixiert waren. Da ich so erschrocken schaute, dachte sie wohl, dass ich Angst hatte, sie würde mir kein Autogramm geben und versicherte mir: “I’ll come back.” Naja, sie kam auch nochmal zurück, aber unseren Block ließ sie trotzdem aus.
Ich ging an diesem Abend also ohne Autogramme und gemeinsame Fotos mit den Stars nach Hause. Trotz der Enttäuschung bin ich zufrieden mit dem, was ich bekommen habe, nämlich ein paar schöne Erinnerungsfotos. Eines davon möchte ich auch mit Dir teilen.
Ich glaube, ich hatte ganz vergessen, etwas wichtiges – zumindest für mich – zu erwähnen: Ich habe in der Greencard Lottery gewonnen. Diese Aussage mag an manchen vorbei gehen, andere ärgern sich, weil sie schon seit 20 Jahren und länger bei der Lotterie mitspielen und nicht gezogen werden. Ich wurde gleich beim ersten Mal gezogen und ich muss sagen, ich hatte absolut nicht damit gerechnet. Mitgemacht hatte ich im Herbst 2009, innerhalb einer 60-Tages-Periode, in der sich jeder, der einmal in den USA arbeiten und leben will, registrieren kann. Das Ergebnis war Folgendes:
“Applicants registered for the DV-2011 program were selected at random from over 12.1 million qualified entries (16.5 million with derivatives) received during the 60-day application period that ran from noon on October 2, 2009, until noon, November 30, 2009.” (Quelle: U.S. Department of State)
Ich wurde also von 12,1 Millionen Teilnehmern ausgewählt. Insgesamt bekamen ca. 100.600 Glückliche einen Brief vom Konsulat nach Hause geschickt (in Deutschland 1.895). Um ehrlich zu sein, kann ich es immer noch nicht so ganz fassen. Jedenfalls bereite ich mich seitdem auf meinen Termin beim Konsulat vor, der hoffentlich bald bevorsteht. Noch habe ich keine Rückmeldung bekommen, da natürlich erst die Unterlagen überprüft werden müssen. Schließlich wollen die Amerikaner nur diejenigen in ihr Land lassen, die eine lupenreine Weste haben. Deshalb muss ich mich beispielsweise noch gegen geschätzte 10 Sachen impfen lassen, brauche ein polizeiliches Führungszeugnis, muss noch einen neuen Reisepass beantragen und auch etwas Geld zusammensparen, da so ein Visum auch nicht ganz ohne weitere Kosten zu bekommen ist.
Momentan versuche ich herauszufinden, wann wohl mein Konsulatstermin sein wird, bei dem meine Unterlagen gecheckt werden und ich zum Interview gebeten werde. Ich habe eine relativ niedrige Nummer und schätze, dass ich deshalb wohl noch dieses Jahr dran komme. Danach habe ich die Möglichkeit, innerhalb von sechs Monaten in die USA einzureisen und meine Greencard zu aktivieren. Diese wird mir im Anschluss zugeschickt.
Spannend…
Nachdem das Spiel letzten Sonntag so wunderbar mit 4:0 für Deutschland ausgegangen war, bin ich voller Vorfreude und Zuversicht auf das nächste Spiel morgen um 13.30 Uhr gegen Serbien.
Am Sonntag sahen wir in einer Gruppe das Fußballspiel im Münchner Olympiastadion an. Zum ersten Mal saß ich dort auch einmal auf der Bühne, denn ich kenne es eigentlich nur vom “Innenraum” durch die Bon Jovi Konzerte (“Von da oben muß man eine schöne Aussicht haben!”). Alles war sehr gut von den Veranstaltern organisiert. Um 18.00 Uhr trafen wir bereits ein und stellten uns an dem gewohnten Eingang an. Die meisten Fans hatten schon einiges getrunken und dementsprechend waren auch die Fangesänge. Schließlich öffnete die Security pünktlich um 18.30 Uhr die Tore und wir machten uns auf in Richtung Tribüne. Da es in Strömen regnete, waren wir sehr froh, dass die Tribüne überdacht war. Man konnte Dank der riesigen Leinwand auch von jedem Platz super das Spiel verfolgen. Versorgt wurden wir mit Bier und sämtlichen Fastfood. Es kamen leider weniger Zuschauer, als ich erwartet hatte. Es ist allerdings auch sehr schwer einzuschätzen, wie viele es tatsächlich waren, da allein in einer Sitzreihe rund 30 Menschen Platz finden. Die Stimmung war jedenfalls super – ein weiterer Grund, warum wir nun das Spiel Deutschland gegen Serbien morgen wieder gemeinsam ansehen.
Hier vorweg ein Ausschnitt aus einem Artikel der TZ (17.06.2010):
Resultat des Ganzen: das halbe Büro hat morgen einen sehr wichtigen Termin – Fußball schauen. Wir werden unsere Gleitzeit einlösen und zum Griechen Mykonos ganz in der Nähe unseres Büros essen gehen, und natürlich mit Spannung das Spiel verfolgen. Wir haben natürlich sichergestellt, dass wir den besten Tisch vor dem Fernseher bekommen. Die Griechen dürften sowieso happy sein, ihre Mannschaft hat schließlich gerade gegen Nigeria gewonnen. Ich freue mich dreifach: einmal auf das Fußballspiel, auf das griechische Essen und natürlich darauf, dass wir gemeinsam mit der Abteilung feiern.
… und das ist es, was ich tun werde: Seit 8. Juni ist das neue Album von Hanson draußen, mit dem Titel “Shout it Out”. Warum es bei Amazon derzeit erst in ein bis drei Wochen lieferbar ist, ist mir ein Rätsel. Ich gehe mal davon aus, dass es nicht daran liegt, dass es ausverkauft ist.
Viele kennen Hanson gar nicht mehr oder belächeln mich nur, wenn ich die Band erwähne. Ja, ganz dumpf im Hinterkopf summt noch “MmmBop” aus dem Jahr 1997. Seitdem sind 13 Jahre vergangen und wir alle sind inzwischen erwachsen. Ich fand Hanson zwar schon zu MmmmBop-Zeiten toll, aber das kann man mit der heutigen Musik nicht mehr vergleichen.
Ich würde mir wünschen, dass diejenigen, die nicht wissen, wie sich Hanson heute anhören, doch mal in das neue Album (oder eines der vorigen: z.B. “Underneath” oder “The Walk”) reinhören und sich selbst ein Urteil bilden. Vielleicht erkennen ja einige, dass Hanson mehr als nur eine Teenie-Band aus den 90ern ist.
Sobald das neue Album bei mir eingetroffen ist, werde ich natürlich ausführlicher über die Songs berichten. Bis dahin kann man sich schon einmal einen kostenlosen Vorgeschmack auf der Website herunterladen.


