Hendersonville, Chimney Rock Park, Asheville

Freitag, 14. November 2008

Da hier in South und North Carolina alles geografisch etwas europäisch angehaucht ist, findet man hier wunderschöne Laubbäume in allen erdenklichen Farben, von gelb über rot bis lila.

Deshalb entschlossen wir uns letzten Sonntag, in die Berge zu fahren.

Zunächst machten wir einen kleinen Abstecher nach Hendersonville, ein kleines verschlafenes, typisch amerikanisches Örtchen, was sich schön durchbummeln lässt. Alte Gebäude verziert mit Retro-Werbung laden ebenso ein wie die Wi-Fi-Schilder, die unauffällig an sämtlichen Straßenlaternen angebracht sind. Ansonsten gibt es in Hendersonville nicht mehr zu sehen oder zu erleben.

Coca-Cola Werbung in Hendersonville

Coca-Cola Werbung in Hendersonville

Deshalb ging es weiter zum Chimney Rock Park. Für 14,00 USD Eintritt durften wir einen Berg besteigen. Die Wanderpfade waren nur leicht anstrengend, sodass selbst ich Sportskanone keine Probleme hatte, die Wege zu bezwingen, auch, wenn es einige Treppenstufen zu bewältigen galt.

Chimney Rock Park

Chimney Rock Park

Schon bald hatten wir traumhafte Aussichten über das Tal und die wunderschönen herbstfarbenen Bäume. Glücklicherweise schien die Sonne und die Farben leuchteten um so mehr. Anschließend sind wir zu einem Wasserfall gelaufen, der sich auch im Chimney Rock Park befand. Leider war dieser im Schatten und es gab nicht allzu viel Wasser. Es tat aber richtig gut, mal wieder raus zu kommen und die frische Luft und die Natur zu genießen!
Übrigens befindet sich Chimney Rock genau an dem See, wo Dirty Dancing gedreht wurde. Ich bin kein großer Fan des Films, aber vielleicht interessiert es Dich ja ;)

Aussicht von Chimney Rock

Aussicht von Chimney Rock

Da es erst früher Nachmittag war, beschlossen wir, noch nach Asheville zu fahren. Auf dem Weg dorthin durchfuhren wir einen Teil des Blueridge Parkways, welcher uns atemberaubende Farben lieferte.
Die Stadt Asheville befindet sich weiter nord-westlich, gehört aber noch zu North Carolina. Es ist wirklich eine sehr gemütliche Stadt mit vielen Delikatessenläden, kultigen Kneipen und sogar Cafés (diese sind in den USA ja sehr rar). Ich gönnte mir eine heiße Milch mit Vanillesirup und kaufte italienische Salami. Ich sehne mich so sehr nach richtiger Wurst und einem guten Stück Käse. In ausgewählten Geschäften kann man zumindest den Käse auch bekommen. Allerdings legt man da locker mal 10,00 USD für einen Camembert hin.

Im Anschluss an unseren Rundgang durch Asheville verdrückte jeder von uns noch ein saftiges Steak im Texas Roadhouse, meinem Lieblings-Steakrestaurant (ein ganzes Essen ab 8,99 USD), und fuhren nach Hause.

Vielleicht machen wir dieses Wochenende wieder einen kleinen Ausflug, wenn es das Wetter erlaubt. :)

Aussicht vom Chimney Rock

Aussicht vom Chimney Rock

Besser spät als nie: Halloween in den USA

Donnerstag, 13. November 2008

Lange hat es gedauert, aber hier ist nun mein Bericht zu meinem 1. Halloweenfest in den USA:

Schon ca. drei Wochen vor dem eigentlichen Termin (Freitag, 31. Oktober) ging es fast überall rund. Walmart gestaltete zu diesem Zeitpunkt zwei ganze Regalreihen um und befüllte sie mit allem möglichen Halloweenzubehör und Kostümen. Man kann es sich etwas wie Fasching in Deutschland vorstellen, denn Halloween bedeutet nicht unbedingt “gruselig”, sondern einfach ausgefallen verkleiden. Das kann auch lustige Kostüme bedeuten. Große Kürbisse für zukünftige Jack O’Lanterns und sonstige Herbstdekoration gab es sowohl in der Gemüseabteilung als auch bei den Backwaren und Bastelsachen. Auch andere Geschäfte wurden aufwendig dekoriert und Häuser sowie Gärten und Straßenlaternen teilweise unglaublich geschmückt.

Halloween-geschmücktes Anwesen in Charlotte

Halloween-geschmücktes Anwesen in Charlotte

Kleiner Rückblick:
Ich hatte mein Kostüm ja schon im Oktober gekauft, wie ich vor einigen Wochen berichtet habe. Bisher hatte ich noch nicht verraten, als was ich mich verkleidete. Als Philipp zu Besuch war, nahmen wir an einem Haunted Trail namens “Wompus Woods” teil, was ein extra für Halloween aufgebauter Pfad ist, den man nachts durchlaufen kann während man sich von lebendigen Monstern erschrecken lässt. Hier gab es beispielsweise einen Kettensägenmann, der sich immer ganz unauffällig unter die Menge gemischt hat und dann auf einmal den Motor anmachte. Wir durften somit erleben, wie so manch einer so erschrocken ist, dass er 2-Meter-Sprünge gemacht hat und schließlich auf den Allerwertesten gefallen ist. Hier in den USA gibt es, besonders auf dem Land, sehr viele dieser Haunted Trails und Haunted Houses und es ist die Attraktion schlechthin vor Halloween. Am Wochenende vor Halloween fertigten wir unsere eigenen Jack O’Lanterns und bereiteten uns seelisch auf Halloween vor.

Am 31. Oktober war es dann soweit. Nach der Arbeit hetzten Christian und ich nach Hause, um in unsere Kostüme zu schlüpfen und das Essen vorzubereiten. Wir waren bei Maly, einer Arbeitskollegin, zu ihrer Halloweenparty eingeladen. Die anderen Studenten gingen ins Hyatt Hotel und feierten dort mit anderen ihres Alters. Christian bereitete Halloween-Pasta vor, was aus pechschwarzen Nudeln und Oliven-Tomatensoße bestand, und ich fertigte kleine mexikanische Schnecken-Appetizer und brachte Getränke. Um ca. 20 Uhr kamen wir bei Maly an und bestaunten das sehr schön dekorierte Haus. Überall hingen Spinnweben und kleine Plastikspinnen, die bei dem gedimmten Licht wirklich echt aussahen. Als besonderen Gag hatte Maly Trockeneis mitgebracht, welches wir in Halloweengläsern zum Dampfen brachten. Es waren Gäste mit und ohne Kindern da und die Party bestand hauptsächlich aus Essen und Unterhalten. Maly hatte viele Arbeitskollegen, vor allem Deutsche, eingeladen. Außer der Pasta gab es auch noch zwei verschiedene Chili Con Carne und einen Graveyard Pudding.

Graveyard Pudding

Graveyard Pudding

Zwischendurch klingelte es immer wieder an der Türe und mehr oder weniger verkleidete Kinder standen vor der Haustür und hielten ihre Säcke offen. Maly hatte schon eine Schüssel voll Süßigkeiten vorbereitet, um die Kinder zu bedienen. Jedoch war es ganz anders, als ich es mir vorgestellt hatte. Viele Kinder waren kaum verkleidet und alle, wirklich alle, standen einfach nur stumm an der Tür. Es gab kein “Trick or Treat” oder irgendeinen anderen tollen Spruch, mit dem uns die Kinder drohen wollten bzw. sollten. Das fand ich ziemlich schade, denn einfach nur den ohnehin schon randvollen Sack mit Süßigkeiten hinzuhalten, um ihn noch voller zu machen, ohne auch nur “Happy Halloween” über die Lippen zu bringen, finde ich wirklich schwach. Dennoch war es schön, dem ganzen Geschehen zuzusehen.

Nach einigen Stunden entschieden wir uns dann, noch einmal auszugehen, in den “Blind Horse Saloon” in Greenville. Das ist ein riesiger Nachtclub in einer großen Farmhalle, der auch eher für die Country-Liebhaber ist. Man findet hier vermehrt Leute in karierten Hemden, Jeans sowie Cowboy-Stiefeln und -Hüten. So richtig wie man es sich eben vorstellt. Gerne wird hier auch einmal eine Zigarre geraucht und auf dem Bullen geritten, was ein absolutes Highlight ist. Typisch ist auch, dass hier die sogenannten “Line Dances” durchgeführt werden, also gemeinsames Tanzen in mehreren Reihen. Das ist sehr schön anzuschauen, aber schwierig nachzumachen. Jedenfalls mussten wir satte 10 USD Eintritt zahlen und hatten dann das Vergnügen, alle anderen verkleideten Menschen zu begutachten. An Halloween verkleidet sich hier nämlich jeder, und das ist auch keinem zu peinlich. Je schlimmer, desto besser. Gruselig oder lustig, das spielt keine Rolle. Die Musik an dem Abend war, aufgrund des gemischten Publikums, leider auch etwas gemischt und es wurde viel schlechter amerikanischer Hip Hop gespielt. Es gab dann auch einen Kostüm-Contest, bei dem der erste Platz 1000 USD bekam. Dies war der “One-Night-Stand”, bestehend aus einer Person, die aus sich einen Nachttisch gebastelt und sich einen Lampenschirm auf den Kopf gesetzt hatte. Es gab auch makabere Kostüme wie den weißen, schwarz-angemalten Sklaven, begleitet vom KKK.

Nach der Preisverleihung fuhren wir auch schon nach Hause, da es inzwischen halb 4 Uhr morgens war. Ich fiel müde ins Bett, aber froh, mal bei einer privaten amerikanischen Halloweenparty dabei gewesen zu sein.

And, finally, here is my costume:

Maike als Cowgirl

Maike als Cowgirl

Mr. President Barack Obama

Donnerstag, 6. November 2008

Wir alle haben mitgefiebert (naja, keiner wollte es so richtig zugeben) und alle verfolgten den Wahlausgang vor dem Fernseher, im Internet oder gar auf öffentlichen Plätzen. So ging es beispielsweise am Times Square so rund wie an Silvester, außer dass sie vergaßen, die Straßen abzusperren (das hätten sie wohl besser mal tun sollen).

Auch ich habe die Wahl am Fernseher mitverfolgt und natürlich die Debatten auf der Arbeit mitangehört. Mir kommt es so vor, als wäre vor der Wahl alles friedlich zugegangen und jetzt schlagen sie sich die Köpfe ein, weil die Wahl vorbei ist und Obama gewonnen hat. Ja, South Carolina ist ein McCain-Staat, und die Mehrheit der Mitarbeiter in meiner Abteilung hat für McCain gestimmt und dafür bis zu 3 Stunden Wartezeit auf sich genommen. Es ist jedenfalls sehr amüsant mitzubekommen, wie einzelne Amerikaner über die Politik so denken. Ich durfte mir heute auch anhören, dass Bush im Vergleich zu Obama  und McCain immer noch der Bessere sei und wieder gewählt werden würde, wenn er noch einmal hätte antreten dürfen…

Auch ich habe eine Meinung zur amerikanischen Politik und die Wahl ging nicht spurlos an mir vorbei. Auch wenn ich nicht real wählen konnte, habe ich für mich meinen Favoriten gewählt. Ich hoffe, dass diesmal auch etwas Gutes dabei herauskommt!

Präsidentschaftswahl in den USA 2008

Präsidentschaftswahl in den USA 2008

Kalorienrechner

Donnerstag, 6. November 2008

Wo ich gerade den letzten Eintrag auf die Figur bezogen habe, möchte ich Dir diesen genialen Kalorienrechner auch nicht vorenthalten.

Heute schon Betten gemacht? Oder Einkaufen gewesen? Vielleicht gehst Du ja auch Squash spielen oder führst Deinen Hund gassi?

Jedenfalls kannst Du mit dem Kalorienrechner der ARD ganz einfach ausrechnen, wieviel Kalorien Du bei einer sportlichen Tätigkeit oder Beschäftigung im Haushalt verbrennst.  Dauer und Körpergewicht müssen ebenfalls angegeben werden. So lässt sich auch schnell herausfinden, mit welcher Tätigkeit oder Sportart man am meisten Kalorien verbrennt. Wär hätte gedacht, dass Inlineskating doppelt so viel Kalorien verbraucht als Jogging?!

Kalorienrechner der ARD

Kalorienrechner der ARD

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