Akku im Eimer

Donnerstag, 7. Januar 2010

Natürlich gibt mein Laptop ausgerechnet jetzt, während ich meine Thesis schreibe, den Geist auf. Heute hat sich nach fast 3 Jahren Treue mein Akku verabschiedet. Zum Glück habe ich noch ein relativ neues Netzteil (das hatte schon den Geist aufgegeben, wo noch Garantie auf das System war), aber es ist kein Dauerzustand, ständig ans Netz gebunden zu sein. Es muss nur einmal der Strom ausfallen oder der Stecker hinten heraus rutschen (was ein Leichtes ist) und schon sind die Daten verloren. Zum Glück habe ich mir schon angewöhnt, alle fünf Minuten zu speichern, sonst wäre heute mehr als nur ein Absatz meiner Thesisarbeit verloren gegangen.

Zudem arbeitet der Laptop momentan extrem langsam. Trotz täglicher Datensicherung habe ich ein schlechtes Gefühl dabei, wenn mein Rechner sich eines Tages ganz von mir verabschiedet.

Jetzt kam ich zu dem Entschluss, mir zumindest einen neuen Akku zu kaufen, um vorläufig eine akzeptable Lösung zu finden. Dell bietet diesen für satte 140 Euro an. So viel ist mein ganzer Laptop nicht mehr Wert. Dell selbst schätzt den Wert meines Laptops auf 58 Euro aufgrund des defekten Akkus. Sonst wären es 98 Euro. Das hört sich ja rosig an. Es lohnt sich also nicht einmal, das Teil einzutauschen.

Die Geschichte mit dem neuen Akku ist also noch nicht so ganz durch. Irgendwo bleibt mir nichts anderes übrig, aber bei mir sträubt sich alles, wenn ich für ein so kleines Einzelteil mehr ausgeben muss, als das ganze Gerät wert ist. Und zwei Monate später raucht dann die Festplatte ab oder so.

Ein neuer Laptop wäre notwendig, aber verhältnismäßig teuer. Ob ich jetzt 1400 Euro für ein Hochleistungsnotebook ausgebe oder 140 Euro für einen neuen Akku – der Unterschied ist deutlich. Dennoch tut es mir weh, einfach so 140 Euro rauszuschmeißen. Die 1400 Euro wären wenigstens gut angelegt.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich kann mir keins von beidem leisten…

Silvester in München

Mittwoch, 6. Januar 2010

Dieses Jahr war Silvester was ganz besonderes. Meine Schwester Jasmin hatte sich nämlich dafür entschieden, zusammen mit mir (und Philipp) ins neue Jahr hineinzufeiern. Darüber habe ich mich natürlich ganz besonders gefreut, weil ich sie nicht so oft sehe und mit ihr eigentlich immer alles Spaß macht. Wir waren ja 2009 auch zu dritt in Florida unterwegs – ich mach’s kurz: mit seiner Schwester kann man halt einfach alles erleben, und es ist nie doof! :)

Jasmin kam am 31.12. nachmittags an und wenig später bereiteten wir auch schon unser fabelhaftes Raclette-Menü vor. Wir hatten super viele leckere Sachen eingekauft und diese dann auch noch leckerer zubereitet. Ich war ja eigentlich nie ein Raclette-Fan (bin so mehr der Fondue-Typ), aber jetzt sehe ich das anders. Es gab nämlich nicht nur Dosenpilze, kleine Maiskolben, Silberzwiebeln und Gürkchen. Nein, wir hatten frisches Gemüse aller Art, leckeres dünnes Rindfleisch, eingelegte Pute und eine Ladung frische Garnelenschwänze. Dazu gab es zahlreiche Dips und verschiedenen Käse (Raclette-Käse, eingelegter Mozarella und Gorgonzola). Mit dem neuen Raclette, das ich von Philipp zu Weihnachten bekommen hatte, machte das ganze auch riesen Spaß, weil wir nicht nur einen Raclette-Grill hatten, sondern auch einen heißen Stein.

Jedenfalls waren wir danach papp-satt und rafften uns dann noch zu einigen Singstar-Contests auf, bevor wir dann auch schon loszogen. Irgendwie verging die Zeit wie im Flug! Mit Sekt, Wodka, Raketen und Böllern bepackt, machten wir uns auf zum Tollwood-Festival (Theresienwiese), wo schon zahlreiche Verrückte ihre Raketen vorzeitig abfeuerten. Es regnete nicht und der Himmel war sternenklar, die Feuerwerke sahen super aus. Um 12 fingen wir dann auch an, die Raketen zu zünden und kurze Zeit später erkannten wir die Hand vor Augen nicht mehr. Der einst klare Himmel war eine einzige Nebelwolke und die Sichtweite betrug maximal 10 Meter. Vor lauter Husterei war uns klar, dass wir da weg mussten und machten uns wieder auf den Weg.

Wir verabschiedeten noch Philipp, der leider mit seinem gebrochenen Bein nicht mehr weiter konnte. Dann ging es auf in die Tram und unser erstes – und letztes – Ziel war das Atomic Cafe. 15 Euro Eintritt waren ordentlich, aber an Silvester ging es wohl kaum irgendwo günstiger. Interessante und groovige Musik, und – Gott sei Dank! – kaum Raucher. Ich konnte zumindest frei atmen und hatte ne Menge Spaß beim Tanzen mit meiner großen Schwester, die ja auch “gut auf mich aufgepasst hat.” ;)

Um 5 oder so (das Zeitablesen war zu diesem Zeitpunkt nur erschwert möglich) war es das wichtigste Ziel, Pommes beim KFC zu essen. Da wir aber keine Ahnung hatten, wo einer war und geschweige denn, ob einer offen hatte, begaben wir uns nach einer Odyssee über den Scherbenhaufen am Marienplatz zum 24-hour-McDonalds am Stachus, wo natürlich die Hölle los war. Frühstück in Form von Chicken Nuggets, Cheeseburger und dem McRösti.

Ins Bett sind wir glaube ich so um 6 Uhr morgens gekommen. Der nächste Tag verlief dementsprechend ruhig. Es gab noch einmal Raclette, um die Reste zu vernichten, wir sahen lustige Filme und spielten Dominion und Uno. Und Kommando Pimperle. Denn wir hatten ja schon länger nichts mehr getrunken. ;)

Schön war’s mit euch, dieses Silvester, und ich kann’s kaum erwarten, bis wir wieder mal was zusammen unternehmen!

Silvester-Raclette 2009

Silvester-Raclette 2009

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